Annika Jürgensmann wird Fünfte der Deutschen Meisterschaft

Die sechs jährige Annika Jürgensmann und ihre drei Jahre ältere Schwester Natalie machten große Augen. Gerade haben sie funkelnde Pokale auf dem Dachboden ihrer Eltern entdeckt. Deutsche Jugendmannschaftsmeisterschaft, Dritter imEuropacup – Vater Waldemar  hat seine Auszeichnungen für Erfolge im Karate alle säuberlich aufbewahrt. „Nach 20 Jahren Pause bin ich durch meine Kinder wieder zum Karate gekommen“, sagte Waldemar Jürgensmann, Trainer beim Karate-Club Sennestadt und ergänzte: „Das macht einen stolz.“Vier Jahre nach dem überraschenden Fund auf dem Dachboden, nahm die mittlerweile zehnjährige Annika am Samstag als eine von 800 Sportlern an der Deutschen Karate-Meisterschaft(DM) für Schüler in der Bielefelder Seidensticker Halle teil. Mit Erfolg: Während sie beim Choreografie-Wettbewerb Kata noch in der Vorrunde ausschied, sicherte sich die Nachwuchs Kämpferin Rang fünf im Kumite (Gewichtsklasse unter 30 Kilogramm). Beim Kumite treten sich zwei Kämpfer gegenüber, versuchen per Schlag oder Fußtritt Treffer am Körper des Gegners zu setzen. Je nach Art des Treffers gibt es einen bis drei Wertungspunkte zugeschrieben. Gleich in ihrem erstenKampf traf Annika auf Jaqueline Meinert (Sei-Wa-Kai Meißen), die spätere Turniersiegerin. Mit 0:4 musste sich die Sennestädterin klar geschlagen geben. „Das war Kospech“, sagte Waldemar Jürgensmann und Tochter Annika gab bereits vor dem Kampf zu: „Ich bin auch ein wenig nervös.“ Da Meinert aber die Endrunde erreichte, qualifizierte sich die Zehnjährige doch noch für die Trostrunde, in der sie durch einen Sieg und eine Niederlage auf den fünften Gesamtrang kam. Auch Ramani Köppe vom KC Sennestadt nahm an der DM teil. Die Zwölfjährige verlor ihren ersten Kampf mit 0:4 und schied letztlich in der Vorrunde aus, da es ihre Kontrahentin nicht bis in die Endrunde schaffte. „Ich bin trotzdem stolz darauf, es zum Turniergeschafft zu haben“, erklärte Köppe. Ausrichter der DM für Schüler sowie der Masters am Sonntag war der Karate Dojo Mushin Halle. Damit fand das Turnier zum ersten Mal überhauptin Bielefeld statt. Laut Organisator Detlef Hans Serowy kamen allein zum Schülerwettbewerb am Samstag 1.500 Menschen. Für die Ausrichtungerhielt der Karate Dojo Mushin Halle sogar eine Auszeichnung vom DeutschenKarate Verband (DKV). „Das war ein grandioser Erfolg“, so Serowy. Nicht ganz so erfolgreich waren die Teilnehmeraus Halle. Sowohl Viktoria Meierzuherde und Emily Riedel als auch Felix Harre (alle U 12, Kumite)schieden bereits in der Vorrunde des Schülerwettbewerbs aus. Bei den Masters schafften es auch Yvonne Hellwig (Ü45, -60 kg) und Markus Lim (Ü35,-80 kg) nicht bis in die Endrunde. „Sie haben am Samstag mit in der Halle aufgebaut und hatten deswegen nicht die allerbesten Voraussetzungen für Siege“, so Serowy.

 

Bericht von Christian Geisler

Foto B. Franke

Veröffentlicht in der Neuen Westfälischen